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Sonntag 13.01.19

Lichte Momente


Da geh ich hin!
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Abendkasse k.A.

Beschreibung

Charakteristisch für Richard Meiers Gebäude ist das Wechselspiel von Innen und Außen, die Räume sind durchdrungen vom Tageslicht. Was liegt also näher, als zum 25-jährigen Bestehen des Stadthauses das Licht in den Mittelpunkt einer Ausstellung zu stellen? Es ist gelungen, für diese Ausstellung Werke international renommierter Künstler und einer Künstlerin nach Ulm zu holen, die Licht als erlebbares, sinnliches erfahrbares Ereignis zeigen. Die zweigeteilte Ausstellung wird Fotografien und Lichtobjekte präsentieren. Dazu werden - an bestimmten Terminen über die gesamte Laufzeit - Tanz- und Klangperformances live zu erleben sein!
Fotografie und Lichtobjekte
Arbeiten von Peter Bialobrzeski, Julius v. Bismarck, Jürgen Grözinger, Klaus Heider, Andrei Loginov, Ralf Peters und rosalie

Der Schwerpunkt des ersten Ausstellungsteils, der am 10. November eröffnet wird, liegt auf der Fotografie. Mit Peter Bialobrzeski, Julius von Bismarck, Klaus Heider, Jürgen Grözinger, Andrei Loginov und Ralf Peters präsentieren wir ganz große der Branche und unsere "Geheim"-Tipps.

Peter Bialobrzeski, aus der Serie "Paradise Now" (2005 - 2008).
Peter Bialobrzeski, Hamburger Dokumentarfotograf, hat sich mit überbordend wuchernden Naturfragmenten im künstlichen Licht asiatischer Megacities beschäftigt, deren Schönheit angesichts des Klimawandels hinterfragt werden muss: "Paradise Now".
Der 2013 verstorbene Maler, Fotograf und Grafiker Klaus Heider stammte aus Göppingen und hat sich zeitlebens künstlerisch mit Licht befasst. Ins Stadthaus kommen fotografische Lichtzeichnungen sowie Aufnahmen des römischen Pantheon, dessen berühmte Kuppel und ihr Lichteinfall durch das „Opaion“ im Kuppelzentrum, die Durchdringung von Wissenschaft und Kunst, zeitlebens zentrale, sinnlich erlebbare Themen von Heider waren.

Talking to Thunder (Palm tree) 2017. Foto: Julius von Bismarck Julius von Bismarck, Talking to Thunder (Palm tree)
2017
Dem in Berlin lebenden Julius von Bismarck, ein Meisterschüler Olafur Eliassons, ist es gelungen, in der spannungsgeladenen Atmosphäre des venezolanischen Dschungels Blitze zu provozieren und z.B. in eine Palme einschlagen zu lassen. So konnte er fast skulpturale Blitz-Momente in Fotografien einfangen: "Talking to thunder".
Jürgen Grözinger ist dem Stadthauspublikum als herausragender Musiker und Projektleiter der neuen Musik bekannt. Dass er auch ein begabter Fotograf ist, zeigen seine Arbeiten, die das Leben zwischen Licht und Dunkelheit in Island schildern. An zwei Abenden im Februar und März wird Grözinger seine visuellen Arbeiten durch musikalische Live-Performances erweitern (Termine s. unten).
Ralf Peters Fotografien changieren zwischen Nacht und Tag, hinterfragen unsere Sehgewohnheiten und führen uns mit virtuosem Balanceakt auf den Grenzen der Gewohnheit unseres Bildgebrauchs an das Limit unseres Sehens.
Schließlich zeigt der ebenfalls in Berlin lebende Weißrusse **Andrei Loginov* vielschichtige Lichtkästen: Mittels Linienrasterbildern, von denen er 30 bis 40 übereinanderlegt, schafft er raffiniert im Licht schwebende 3D-Aufnahmen von Bienenwaben.

Werk von Andrei Loginov Andrei Loginov
Ergänzt werden die Fotografien von Lichtobjekten von Klaus Heider und der Lichtkünstlerin rosalie. Unter anderem zeigen wir das letzte Werk, das die 2017 verstorbene Stuttgarter Künstlerin realisieren konnte: eine Licht-Klang-Installation zu Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die sie zur Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie schuf.
Der im Luftraum präsentierte Stofftunnel von Domenico Strazzeri ist Lichtinstallation, Bühnenbild und Tanzutensil in einem. Zu festgelegten Zeiten wird der Tunnel durch Mitglieder der Strado Compagnia Danza mit Performances bespielt. Termine s.u.

Lichtobjekte
Arbeiten von Ólafur Elíassion, rosalie und Ulrich Vogl

15. Dezember 2018 bis 10. März 2019

Der räumlich gesehen kleinere, zweite Teil unserer Ausstellung, der im Dezember im Kabinett eröffnet wird, wartet mit weiteren Highlights der internationalen, aktuellen Kunstszene auf. "Round Rainbow" heißt eine Installation, die der weltweit gefragte Künstler Ólafur Elíassion im Stadthaus präsentiert. Sie zaubert einen sich ständig wandelnden Regenbogen und Lichtreflexe ins Innere des Kabinetts. Der Berliner Künstler Ulrich Vogl antwortet mit subtilen Licht-Schatten-Spielen direkt auf die Architektur von Richard Meier. Vogl kreiert fürs Stadthaus ein "Window Ulm", das sich wandelnde Schattenspiele auf die Wände zaubert. Ein erstes Fenster dieser Art zeigte Vogl 2010 in Berlin. Inzwischen tourten seine Fenster stets als dem jeweiligen Ort angepasste Variation durch zahlreiche Metropolen. Lichtkinetische Objekte, eine Art Malerei mit Licht, die gleichermaßen mit Farbkraft wie Emotionalität begeistert, von rosalie, die zu Beginn ihrer Karriere auch für das Ulmer Theater tätig war, runden diesen zweiten Ausstellungsteil der Ausstellung ab.

Eröffnung der Objekt-Ausstellung: Freitag, 14. Dezember 2018, 19 Uhr

Ulrich Vogl: Window Katowice. Ulrich Vogl: Window Katowice. www.uzin-utz.de
Projektleitung: Dr. Raimund Kast
Idee der Ausstellung: Jürgen Grözinger, Dr. Raimund Kast, Karla Nieraad, Domenico Strazzeri

Domenico Strazzeri: Betanzbarer Lichtschlauch. Foto: Katrin Strazzeri Domenico Strazzeri: Betanzbarer Lichtschlauch.
Foto: Katrin Strazzeri
Rahmenprogramm

Performances der Strado Compagnia Danza, Ebene -1
Beginn: jeweils um 18.00/18:20/18:40 Uhr
Do 15.11. / Do 29.11. / Do 6.12. / Do 13.12. / Do 20.12. /
Do 17.1. / Do 24.1. / Do 31.1. / Do 7.2. / Do 7.3.


Veranstaltungsort

Stadthaus Ulm

M├╝nsterplatz 50
89073 Ulm

Lageplan


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